

Mehr Ausdauer durch Sportgetränke?
Sportgetränke dienen einem speziellen Ernährungszweck: Sie sollen eine hohe Leistungsfähigkeit beim Sport unterstützen. Ab einer Belastungsdauer von einer Stunde beugen die enthaltenen Kohlenhydrate einem Leistungsabfall vor. Dieser kann entstehen, wenn die körpereigenen Zuckerreserven zur Neige gehen. Natrium ersetzt das mit dem Schweiß ausgeschiedene Salz und verbessert die Aufnahme von Kohlenhydraten und Flüssigkeit im Darm.
Außerdem sollten Sportgetränke hypo- oder isoton sein. Das bedeutet, dass die Konzentration an gelösten Substanzen niedriger oder genauso hoch ist wie im Blut. Die Getränke sind dann gut verträglich und vom Körper besonders schnell verwertbar.

Sportgetränke sind jedoch lebensmittelrechtlich nicht geregelt. Sie unterscheiden sich sehr stark in ihrer Zusammensetzung und sind nicht immer auf den Bedarf des Sportlers abgestimmt:
- Bei vielen Produkten ist der Zuckergehalt zu niedrig. Was bei anderen Getränkegruppen positiv zu bewerten wäre, kann im Sport ein Nachteil sein, da der Energienachschub fehlt.
- Auch die Natriumkonzentration ist häufig zu gering. Dafür werden Vitamine und Mineralstoffe zugesetzt, deren Wirkung im Sport nicht nachgewiesen ist und die deshalb nicht empfohlen werden können. Die Zusätze dienen vermutlich in erster Linie Werbezwecken.
- Außerdem sollten Sportgetränke hypo- oder isoton sein. Das bedeutet, dass die Konzentration an gelösten Substanzen niedriger oder genauso hoch ist wie im Blut. Die Getränke sind dann gut verträglich und vom Körper besonders schnell verwertbar. Ein Hinweis hierzu fehlt auf manchen Getränken.
- Unsinnig sind die häufig eingesetzten Süßstoffe.
Die Verbraucherzentrale fordert daher rechtlichverbindliche Vorgaben für die Zusammensetzung von Sportgetränken.
Übrigens: Für den Freizeitsportler sind Sportgetränke nicht notwendig. Bei einer sportlichen Betätigung bis zu einer Stunde genügt Wasser als Durstlöscher. Darüber hinaus ist es günstig, wenn Getränke auch Kohlenhydrate enthalten wie zum Beispiel das Apfelschorle.
aktualisiert am 15.07.2010
Quelle: Verbraucherzentrale Baden-Württemberg





"Komm in Form" -Ernährungs-
