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  • 29.03.2018
Salat und Gebäck

Ausgewogen und nachhaltig essen und trinken

Sich ausgewogen und bewusst zu ernähren ist nicht schwer. Wer ein paar Grundsätze beachtet, tut viel für seine Gesundheit und sein Wohlbefinden. Und nicht nur das – durch kleine Veränderungen können Sie mit ihrem Essverhalten dazu beitragen, das Klima zu schonen.

Abwechslungsreich genießen

Wer die folgenden Grundsätze beherzigt, ist gut versorgt mit Vitaminen, essentiellen Fettsäuren, Mineralstoffen, Ballaststoffen und weiteren wichtigen Nährstoffen. Eine schonende Zubereitung sowie Zeit und Genuss beim Essen runden eine bewusste Ernährungsweise ab. Das ist nicht nur gut für Körper und Geist, sondern auch für Umwelt und Klima. :

  • 5 Portionen Gemüse und Obst täglich: Nutzen Sie bei der bunten Vielfalt bevorzugt saisonale Produkte und diese möglichst frisch, kurz gegart oder gelegentlich auch als Saft.
  • Mehrmals täglich Getreideerzeugnisse/Kartoffeln: Bevorzugen Sie Brot, Nudeln, Reis und Getreideflocken aus Vollkorn – diese liefern deutlich mehr Ballaststoffe.
  • Milch und Milchprodukte täglich: Greifen Sie vor allem auf die fettarmen Varianten mit regionalem Ursprung zurück.
  • Ein- bis zweimal wöchentlich Fisch, Fleisch und Wurst sowie Eier in Maßen: Verzehren Sie Fisch aus nachhaltiger Herkunft. Diesen erkennen Sie beispielsweise an dem Siegel des Marine Stewardschip Council, kurz MSC-Siegel. Beim Fleisch und bei Wurst fettarme Varianten bevorzugen. 1 bis 2 Mal die Woche Fleisch/Fleischwaren ist ausreichend.
  • Wenig Fett und fettreiche Speisen: Bevorzugen Sie pflanzliche Öle (z. B. Raps- und Olivenöl). Achten Sie auf „unsichtbares Fett“ in Fleischerzeugnissen wie Wurst, Milchprodukten sowie in Gebäck und Fertigprodukten.
  • Zucker und Salz sparsam verwenden: Verzehren Sie Lebensmittel und Getränke mit Zucker nur gelegentlich. Verwenden Sie Salz sparsam und benutzen Sie mit Jod und Fluorid angereichertes Salz.
  • reichlich Flüssigkeit: Trinken Sie rund 1,5 Liter Wasser oder energiearme Getränke täglich. Zucker- und alkoholhaltige Getränke nur selten und in Maßen trinken. Achten Sie bei Mineralwasser auf eine Herkunft aus Ihrer Umgebung.

Weniger Fleisch – gut für Klima und Gesundheit

Unsere tägliche Ernährung hat einen großen Einfluss auf das Klima. Durch den Anbau, die Verarbeitung, den Transport und die Lagerung unserer Lebensmittel entstehen momentan rund 20 % der klimaschädlichen Treibhausgase. Hierbei spielt vor allem die Produktion von tierischen Produkten eine große Rolle.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt nicht mehr als 300 bis 600 g Fleisch, Fleischerzeugnisse und Wurstwaren pro Woche zu verzehren. In Deutschland verzehren Männer jedoch mehr als ein Kilo pro Woche. Frauen liegen mit knapp 600 g pro Woche an der oberen Grenze der empfohlenen Menge. Ein zu hoher Konsum, vor allem von rotem Fleisch und verarbeiteten Fleischwaren, kann einen negativen Einfluss auf ernährungsbedingte Erkrankungen wie beispielsweise Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben. Wer sich pflanzenbetont ernährt und den Fleisch- und Wurstkonsum auf die empfohlene Menge beschränkt, trägt zu einer klimafreundlicheren Ernährung bei und leistet gleichzeitig einen wichtigen Beitrag für seine Gesundheit.

Jeder ist gefragt

„Ich alleine kann doch eh nichts ausrichten“, so ein häufig genanntes Argument. Doch jeder Einzelne kann durch kleine Veränderungen im Ernährungs- und Einkaufsverhalten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten:

  • Ernähren Sie sich ausgewogen entsprechend der 10 Regeln der DGE.
  • Kaufen Sie regionale und saisonale Produkte ein.
  • Bevorzugen Sie Bio-Lebensmittel sowie Produkte aus fairem Handel.
  • Gehen Sie öfter zu Fuß oder mit dem Fahrrad einkaufen.
  • Nehmen Sie Stoffbeutel oder einen Korb mit zum Einkaufen und vermeiden Sie dadurch unnötige Plastiktüten.
  • Kochen Sie selbst: Verarbeitete Lebensmittel bzw. Fertigprodukte erzeugen bei der Herstellung viele Treibhausgase. Außerdem enthalten sie oft Zusatzstoffe und versteckte Fette.
  • Kaufen Sie vorausblickend ein und vermeiden Sie dadurch Lebensmittelabfälle.

Quellen:

Autorin: Laura Stricker

Wo 03/18

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