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Schulkinder
  • 13.03.2014

Pausenbrote - zu schade zum Wegwerfen

Pausenbrot_F. Wöhrlin

Jeder Deutsche wirft im Jahr durchschnittlich 82 kg Lebensmittel weg. Zwei Drittel davon wären vermeidbar. Auch viele Pausenbrote landen im Müll. Wie sieht eine leckere Pausenverpflegung aus, die auch bei den Schülern ankommt?

Warum werfen Schüler Pausenbrote in den Müll?

Die Gründe, warum Schüler ihr Pausenbrot wegwerfen, sind vielfältig: Nach einer Studie von Bartsch und Körner, Pädagogische Hochschule Karlsruhe, werfen Jugendliche Essen weg, weil es nicht schmeckt, weil es nicht mehr schön aussieht und weil sie schon satt sind. Außerdem ist Süßes vom Schulkiosk attraktiver als das mitgebrachte Pausenbrot. Und nicht zuletzt landet das Pausenbrot auch im Müll, weil das gemeinsame Spielen in der Pause den Kindern wichtig ist und keine Zeit zum Essen bleibt.

Nur ein Pausenbrot, das auch gegessen wird, ist ein gutes Pausenbrot

Was mögen Kinder auf dem Pausenbrot? Süßigkeiten vom Schulkiosk, Nuss-Nougat-Creme und viele weitere Leckereien stehen bei den Schülern hoch im Kurs. Ein ideales Frühstück besteht aus vier Komponenten: Getreide (Brot/Brötchen), Obst oder Gemüse, Milch bzw. Milchprodukte (Käse) und einem Getränk. Durch liebevolle Zubereitung und Kompromisse bei der Frühstücksauswahl macht man Kindern Lust auf das zweite Frühstück in der Schule.

Tipp: Lassen Sie Kinder bei der Zubereitung des Pausenfrühstücks mithelfen und berücksichtigen Sie Vorlieben und Wünsche im Rahmen der empfohlenen Frühstückskomponenten. Besprechen Sie was und wie viel die Kinder mitnehmen wollen.

Saftiges und Knackiges, Salziges und Süßes packt man am besten getrennt ein, denn niemand mag zermatschtes Käsebrot und Apfelschnitze mit Wurstgeschmack. Eine ansprechend befüllte, stabile und gut schließende Vesperbox macht Appetit.

Gute Planung vermeidet Stress

Wenn morgens die Zeit knapp ist, kann die Pausenverpflegung auch schon am Abend zuvor vorbereitet werden. Im Kühlschrank hält sie sich ohne Probleme bis zum nächsten Tag.

Beachten Sie: Das Pausenbrot muss zum Wetter passen. Wurstbrote werden im Sommer schnell unansehnlich. Brotstangen in Kombination mit viel Obst und Gemüse sind dann eine gute Alternative.

Vorbild sein und Pausenbrotreste verwerten

Reste können vorkommen. Kinder sollten wissen, dass sie nicht gegessene Pausenbrote wieder mit nach Hause bringen und nicht wegwerfen sollen. Diese lassen sich in den meisten Fällen auch am Abend noch verwerten, kleingeschnitten mit einem Dipp oder als Beilage zum Salat.

Übrigens, dass Lebensmittel wertvoll sind, erfahren Kinder am besten durch das Vorbild ihrer Eltern.

Tipps für die Pausenverpflegung

  • Bereiten Sie das Pausenbrot zusammen mit Ihrem Kind zu, größere Schüler können sich ihr Pausenbrot selbst zubereiten
  • Bleibt vom Pausenbrot etwas übrig? Fragen Sie nach, was nicht geschmeckt hat oder warum es nicht gegessen wurde?
  • Schneiden Sie nicht nur Obst und Gemüse, sondern auch Brot in mundgerechte Stücke. Auf Spieße gesteckt, ergibt das eine bunte Überraschung in der Pausenbox.
  • Wenn Ess- und Bewegungspause getrennt sind, eignet sich zur Abwechslung auch mal ein Müsli mit Obst oder eine Joghurt- oder Quarkspeise für die Pause.
  • Legen Sie hin und wieder Zettel mit netten Botschaften wie „Hab einen schönen Tag“ oder „Alles Gute für die Klassenarbeit!“ in die Pausenbox.
  • Nehmen Sie als Eltern auch Einfluss auf das Angebot in der Schule und formulieren Sie deutlich, wie Sie sich das Pausenangebot vorstellen.

Quellen:

Autorin: Beate Laumeyer, Diplom-Ökotrophologin und BeKi-Fachfrau
Bildautorin: Friederike Wöhrlin

Hil 03/14

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