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Gemüse & Obst
  • 15.05.2014

Erdbeeren – purer Genuss von heimischen Früchten

Erdbeeren an der Pflanze

Jetzt haben heimische Erdbeeren Saison. Von Mai bis Juli locken die Früchte, die in der Hauptsaison auch mit Aroma und Geschmack überzeugen.

Erd„beeren“ – der Name täuscht

Die heute bekannte Kulturerdbeere entstand zufällig durch eine Kreuzung einer nordamerikanischen mit einer chilenischen Wilderdbeere. Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Erdbeersorten, die sich in Größe, Form, Geschmack, Farbe, Erntezeit und Transportfähigkeit unterscheiden. Je nachdem wie die Früchte verwendet und weiterverarbeitet werden, eignen sich manche Sorten besser als andere. Außerdem unterscheidet man einmal- und mehrmals tragende Sorten. Nur selten wird angegeben, um welche Sorte es sich handelt. Die Sortenbezeichnung bei Erdbeeren ist in Deutschland keine Pflichtangabe auf der Verpackung.

Die Erdbeere gehört zur Familie der Rosengewächse. Dies erkennt man gut in der Blütezeit, denn die Blüte der Erdbeerpflanze erinnert an eine Miniatur der Heckenrose. Der Name Erd„beere“ trügt – rein botanisch gesehen handelt es sich bei der Frucht nicht um eine Beere, sondern um eine Sammelnussfrucht. Typische Beeren sind zum Beispiel Johannisbeeren – hier sind die Samen in das Fruchtfleisch eingebettet. Bei den Erdbeeren sind die eigentlichen Früchte die kleinen braunen Samen auf der Außenhaut, die auch Nüsschen genannt werden. Damit ist die Erdbeere also eine Ansammlung vieler einzelner Nüsschen.

Saisonal und regional klar im Vorteil!

Die roten Früchtchen sind beliebt – im Jahr isst jede Person in Deutschland ca. 3,4 kg Erdbeeren. Damit stehen Erdbeeren vor Birnen oder Kirschen. In der Hauptsaison - von Mai bis Juli - findet man heimische Erdbeeren im Einzelhandel, auf Wochenmärkten oder zum Selbstpflücken frisch vom Feld. In Deutschland werden die roten Früchte größtenteils in Niedersachsen, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Bayern angebaut. Die große Nachfrage übersteigt jedoch die Erzeugung. Importe, vor allem aus Spanien als wichtigstes europäisches Erdbeerland, ergänzen das Angebot.

Deutsche Erdbeeren sind in der Saisonzeit klar zu bevorzugen. Sie können auf Grund kurzer Transportwege reif geerntet werden – das merkt man im Geschmack! Bei importierter Ware aus Spanien steht nicht der Geschmack der Sorte im Vordergrund, sondern die Transporttauglichkeit.

Größe und Form sagen nichts über den Geschmack!

Frische und reife Erdbeeren sind rot und glänzend, saftig mit festem Fruchtfleisch und im Geschmack aromatisch-fruchtig. Die grünen Kelchblätter lassen sich bei reifen Früchten leicht ablösen. Von der Größe und Form kann man hingegen nicht auf den Geschmack schließen.

Erdbeeren reifen nach der Ernte nicht nach. Sie sollten deshalb möglichst reif gepflückt werden. Im Kühlschrank sind sie dann nur wenige Tage, eingefroren bis zu einem Jahr haltbar. Größere Mengen können in der Hauptsaison auch direkt weiterverarbeitet werden, zum Beispiel zu Konfitüre. Reife Früchte sind druckempfindlich und müssen deshalb behutsam transportiert und aufbewahrt werden. Beschädigte Stellen faulen schnell. Lassen Sie gepflückte Erdbeeren nicht in der Sonne stehen. Durch die Sonneneinstrahlung werden sie weich. Deshalb sollten Sie Erdbeeren frisch vom Feld oder im eigenen Garten auch morgens pflücken.

Tipp: Pflücken Sie Erdbeeren mit den Kelchblättern und entfernen Sie diese erst nach dem Waschen. So bleiben die Früchte länger frisch und verlieren nicht ihr Aroma.

Kleine Frucht mit großem Gesundheitswert

Der Erdbeere werden viele positive Eigenschaften zugeschrieben. Sie wird als Vitaminspender bezeichnet und mit Wellness in Verbindung gebracht. Tatsächlich ist sie kalorienarm und nährstoffreich. Reife Erdbeeren haben einen höheren Gehalt an Vitaminen. Besonders ist der hohe Vitamin C-Gehalt und ihr Gehalt an Folsäure. Enthaltende Polyphenole – sekundäre Pflanzenstoffe – schützen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wirken entzündungshemmend und krebsvorbeugend.

Quellen:

Autorin: Ann-Katrin Hillenbrand
Bildautorin: Sarah Bachmann

Hil 05/14

 

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