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Gemüse & Obst
  • 16.10.2014

Kürbisse – vielseitige Riesenbeeren

Hokkaido-Kürbis

Kürbispflanzen entwickeln die größten Früchte der Welt. Botanisch gesehen zählen sie zu den Beeren. An kalten Tagen als Suppe zubereitet wärmen sie von innen heraus. Kürbisse schmecken aber auch als Gemüse, in Muffins, gebacken oder süß-sauer eingelegt.

Leistungsstarke Kürbispflanzen

Kürbispflanzen bilden Früchte aus, die je nach Sorte von kaum birnengroß bis zu einer Größe von über einem Meter Durchmesser, über drei Meter Umfang reichen.

Kürbisse zählen wie Melonen, Zucchini und Gurken zu den Beeren, denn ihre Samen sind in das Fruchtfleisch eingebettet. Die Kürbisranken erreichen in einer kurzen Wachstumszeit von etwa Mai bis Oktober eine Länge von bis zu 15 Metern. Die ausgebildeten Blüten sind essbar. Die Erntezeit der Kürbisfrüchte beginnt je nach Sorte Mitte August. Ist ein Kürbis reif, klingt er beim Klopfen hohl. Lagern lässt er sich dunkel und bei zehn bis 15 Grad Celsius vier bis sechs Monate.

Kürbisse bestehen zu 91 % aus Wasser. Sie sind sehr kalorienarm, denn pro 100 Gramm liefern sie gerade mal 24 Kilokalorien. Der hohe Gehalt an Carotinoiden bestimmt die gelbe und orangene Farbe.

Vorsicht Bitterstoffe

Speisekürbisse sollten nicht mit Zierkürbissen verwechselt werden. Zierkürbisse enthalten Cucurbitacin. Dieser giftige Stoff schmeckt stark bitter und macht Zierkürbisse ungenießbar.

Tipp: Wenn Sie nicht sicher sind, ob Sie einen Zierkürbis oder einen Speisekürbis vor sich haben, probieren Sie das Fruchtfleisch. Schmeckt es bitter, handelt es sich um einen Zierkürbis.

Kürbis ist nicht gleich Kürbis

Riesenkürbisse werden vor allem zu Kompott und Marmelade verarbeitet. Ihr Fruchtfleisch hat einen sehr milden Geschmack.

Der leuchtend orangefarbene Hokkaido ist besonders bekannt und beliebt. Auch die Schale des Hokkaido kann verzehrt werden, denn sie wird beim Kochen weich.

Der Spaghetti-Kürbis hat eine hellgelbe bis hellgrüne Schale. Beim Garen zerfällt das mildaromatische Fruchtfleisch in lange Fasern. Diese erinnern an Spaghetti.

Der gerippte Muskatkürbis kann bis zu 30 Kilogramm schwer werden. Er hat einen fruchtig-säuerlichen Geschmack. Das Fruchtfleisch ist hellgelb und zart.

Die Sorte Butternut hat eine zartgelbe Schale. Die Form erinnert an eine überdimensionale Birne.

Insgesamt gibt es über 800 Sorten, im Handel sind jedoch nur wenige Sorten erhältlich.

Vor dem Haus – in der Küche

Kürbisse dekorieren im Herbst so manchen Hauseingang. Für diesen Zweck werden sie ausgehöhlt. Mit einem Messer werden Gesichter oder andere Muster eingeschnitzt. Ein Teelicht im Innern bringt den Kürbis zum Leuchten.

In der Küche werden Kürbisse gekocht als Gemüse oder gesüßten Kompott, süßsauer eingelegt oder im Ofen gebacken. Kürbisse schmecken auch als Suppe, Salat, in Kuchen oder Muffins.

Tipp: Probieren Sie doch mal Kürbismuffins als Nachtisch oder zur Kaffeezeit.

 

Quellen:

 

Autorin: Sarah Bachmann

Bildautorin: Martina Ehrentreich

Eh 10/14

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