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  • 03.12.2015

Mandeln – mehr als nur ein gesunder Snack

Mandeln

Ob in Likör, Kuchen, als gebrannte Mandel oder  Mandelmus, die Mandel ist in vielen Lebensmitteln zu finden. Ihr Geschmack macht die Mandel vielfältig einsetzbar und ihre Inhaltsstoffe haben positive Effekte auf unsere Gesundheit.

Die Mandel ist keine Nuss

Die Mandel (Prunus dulcis)  gehört zur Familie der Rosengewächse und ist botanisch gesehen keine Nuss, sondern ein Steinobst.  

Ursprünglich stammt die Mandel aus Südwestasien und wird dort schon seit 4000 Jahren kultiviert. Schließlich waren es die Griechen, welche die Pflanze nach Europa brachten. Da der Baum sonnige, windgeschützte und kalkartige Böden braucht, werden diese überwiegend im Mittelmeerraum angebaut. In Deutschland wachsen die Bäume am besten in Weinbaugebieten.

Was alles in der Mandel steckt

Die Mandel ist reich an Nährstoffen. Sie besitzt hochwertiges Eiweiß, größere Mengen an Vitamin E, Magnesium und Ballaststoffen, sowie sekundäre Pflanzenstoffe.

Der Hauptbestandteil der Mandel ist Fett. Dabei zeigt sich ein günstiges Verhältnis an gesättigten und ungesättigten Fettsäuren, das sich positiv auf die Blutfettwerte auswirkt. Auch die Ballaststoffe haben einen positiven Effekt und tragen dazu bei, dass der Cholesterinspiegel sinkt. All diese Eigenschaften wirken Herz-Kreislauf-Erkrankungen entgegen.

Vorsicht bei bitteren Mandeln

Bei der Mandel unterscheidet man zwischen der süßen Mandel, der Bittermandel und der Krachmandel. Rein äußerlich sind die Sorten schwer zu unterscheiden. Die Krachmandel und die süße Mandel sind für den Rohverzehr geeignet, wohingegen die unbehandelte bittere Mandel giftig ist und nicht roh verzehrt werden sollte. Verantwortlich dafür ist das Glykosid Amygdalin, das in Kontakt mit der Magensäure Blausäure abspaltet. Blausäure kann zu schweren akuten Vergiftungserscheinungen führen, die bei höheren Dosen tödlich sein können. Bei Kindern können, je nach Körpergewicht, 5-10 der Bittermandeln tödlich sein.

Vielfältige Verwendung

Mandeln sind häufig als Zutat von süßen Speisen in Form von Bittermandelöl, gemahlenen Mandeln oder Marzipan anzutreffen. Aber auch zu Mus, Butter oder Drinks wird die Mandel weiterverarbeitet. Gerade für Menschen, die aus gesundheitlichen, ethischen oder geschmacklichen Gründen auf Milch verzichten wollen, dient pflanzlicher Mandeldrink oft als Ersatz.

Wussten Sie schon: Die Bezeichnung „Mandelmilch“ darf laut europäischer Verordnung nicht in den Handel gebracht werden und wird daher als Mandeldrink bezeichnet.

Mandeldrinks als Muttermilchersatz ungeeignet

Im Vergleich zur Milch enthält ein Mandeldrink weniger Vitamin C, B2 bzw. kein Vitamin B12, sowie wenig Calcium  und ist deshalb für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ungeeignet.

Zwar gibt es verschiedene Produkte von Mandeldrinks, die mit Zusätzen, wie z. B. Meeresalgen versuchen, dem Calziumdefizit entgegenzuwirken, trotzdem kann dadurch die Kuhmilch in ihrer Zusammensetzung und ihrem ernährungsphysiologischen Wert nicht ersetzt werden.

Wer gerne Mandeldrinks trinkt, kann sie auch einfach selbst herstellen. Dazu werden die Mandeln entweder für kurze Zeit im heißen Wasser blanchiert oder im heißen Wasser für mehrere Stunden eingeweicht und anschließend mit Wasser gemixt. Nach Bedarf kann gewürzt oder gesüßt werden.

Tipp: Gemahlene Mandeln kann man auch sehr gut morgens zu einem Müsli dazugeben.


Autorin: Riana Schwarzer

Schu 12/2015


Quellen:

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