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Fleisch, Fisch & Eier
  • 25.04.2013

Vorrat halten – Fleisch

abgepacktes Hackfleisch

Vorräte sind praktisch – man benötigt weniger Zeit für den Einkauf, ist unabhängig von den Öffnungszeiten und kann Geld sparen, wenn man größere Mengen einkauft. Die Haltbarkeit von Vorräten, ist aber begrenzt – Was ist bei Fleisch zu beachten?

Rohes Fleisch – ein leicht verderbliches Lebensmittel

Definitionsgemäß umfasst „Fleisch“ alle genießbaren Teile von geschlachteten warmblütigen Tieren, wie beispielsweise Schwein, Rind oder Kaninchen. Hackfleisch, Würste und Schinken gelten als verarbeitete Fleischerzeugnisse.
Rohes Fleisch ist ein wahrer Nährboden für Bakterien und daher leicht verderblich. Im Handel, wie auch zu Hause ist eine kühle Lagerung im Kühlschrank unter 5-7 Grad Celsius dringend erforderlich. Denn bei kühlen Temperaturen vermehren sich Bakterien langsamer. Deshalb gilt: Bringen Sie Ihre Einkäufe schnellstmöglich nach Hause, dass die Kühlkette nicht lange unterbrochen wird. Bei sommerlichen Temperaturen ist der Transport in einer Kühltasche sinnvoll.

Tipp: Der kühlste Ort im Kühlschrank ist die Glasplatte über dem Gemüsefach – hier sollte Frischfleisch in abgedeckten Behältnissen aufbewahrt werden.

Wie kann man die Frische prüfen?

Wie bei allen anderen Lebensmitteln gilt auch bei Fleisch: Nutzen Sie Ihre Sinne! Geruch und Aussehen, wie die Färbung und Oberfläche, geben Hinweise auf Qualität und Zustand des Fleischs. Frisches Fleisch

  • riecht neutral und mild, aber nie süßlich.
  • ist nicht schmierig und hat keine Druckstellen.
  • verliert nicht viel Wasser und sollte deshalb in der Verpackung oder in der Fleischtheke nicht im eigenen Saft liegen.
  • hat eine natürliche Farbe. Diese kann je nach Fleischart unterschiedlich sein – von dunkelrot beim Rind bis hellrosa beim Schwein – aber keinesfalls grau.

Besondere Hygiene bei Hackfleisch

Hackfleisch, Gulasch und Geschnetzeltes haben eine größere Oberfläche als ein Stück Fleisch. Dadurch können sich Bakterien bei falscher Kühlung besonders rasant vermehren. Auf Grund dieser besonderen Verderblichkeit sollte Hackfleisch bereits am Tag des Einkaufs verarbeitet werden. Auch Gulasch und Geschnetzeltes sollten nach ein bis zwei Tagen verzehrt werden. Dagegen kann bei einer Lagertemperatur von 5 Grad Celsius ein Braten oder Steak bis zu drei Tagen im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Einfrieren für eine längere Haltbarkeit

Gefrorenes Fleisch ist länger haltbar. Greifen Sie schon beim Einkauf auf eingefrorenes Fleisch zurück, darf die Kühlkette bis zur privaten Gefriertruhe nicht unterbrochen werden. Gefrorenes Fleisch daher nach dem Einkauf direkt bei -18 Grad einfrieren. Auch die Haltbarkeit von frischem Fleisch kann durch Gefrieren erheblich verlängert werden. Achten Sie darauf, dass der Gefrierbeutel wenig Luft enthält. So kann Schweinefleisch bis zu 8 Monaten und Rindfleisch bis zu 12 Monaten haltbar sein. In der Regel gilt: Je fetter das Fleisch ist, desto kürzer ist die Haltbarkeit.

Tipp: Notieren Sie auf dem Gefrierbeutel das Datum. So können Sie später nachvollziehen, wie lange das Fleisch schon bevorratet ist.

Beim Auftauen des Fleischs ist besondere Hygiene gefragt. Steigen die Temperaturen, erwachen auch die Bakterien aus ihrem „Winterschlaf“. Tauen Sie Fleisch daher langsam im Kühlschrank auf und schütten die Auftauflüssigkeit weg. Verarbeiten Sie Fleisch in Ihrer Küche getrennt von Lebensmitteln, die roh verzehrt werden.

Das Kleingedruckte lesen

Abgepackte und leicht verderbliche Lebensmittel tragen ein Verbrauchsdatum – „Verbrauchen bis ...“. Im Gegensatz zum Mindesthaltbarkeitsdatum sollte das Fleisch bis spätestens zu diesem Tag verbraucht sein. Häufig werden auch die Lagerbedingungen genannt, unter denen das Lebensmittel bis zu diesem Tag haltbar ist. Die angegebene Temperatur liegt aber z.B. bei Hackfleisch oft niedriger, als die haushaltsüblicher Kühlschränke. Daher gilt: Verarbeiten Sie das Fleisch zeitnah oder frieren Sie es ein.


Quellen:

Autorin: Ann-Katrin Hillenbrand
Bildautorin: Friederike Wöhrlin

Hil 04/13

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