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  • 22.06.2017
Zuchini

Zucchini - der Alleskönner in der Küche

Hierzulande vor allem bekannt als grünes, gurkenähnliches Gewächs ist die Zucchini ein wahres Multitalent. Ihre vielseitige Einsatzfähigkeit von herzhaft bis süß macht sie zu einer der beliebtesten Gemüsearten.

Ob roh im Salat, gekocht in Suppen und Eintöpfen, gebraten, gefüllt, als saftige Komponente im Kuchen oder im Sommer auch gegrillt: Die Zucchini harmoniert mit ihrer leicht nussigen Note und dem zartem Aroma mit vielerlei Gemüsearten und passt sowohl zu Fleisch als auch zu Fisch. Knapp 2 Kilogramm verbrauchen die Deutschen pro Kopf und Jahr.

Das vom Kürbis abstammende Gemüse präsentiert sich in zahlreichen Sorten: So gibt es neben der weiß bis hellgrün gesprenkelten oder gestreiften Zucchini auch gelbe und cremefarbene Varianten. In runder Form ist die als Rondini bekannte tischtennisballgroße Frucht besonders in Italien ein Küchenhit.

Aus dem italienischem Wort für Kürbis (Zucca) leitet sich auch der Name der Zucchini ab, der soviel wie „kleiner Kürbis“ bedeutet. Unter Küchenkennern ist die bereits im 15. Jahrhundert von Mittelamerika nach Europa gebrachte Kulturpflanze auch als Courgette, Coccozelle oder Gemüse- bzw. Gurkenkürbis bekannt.

Leichter, gesundheitlich wertvoller Genuss

Zucchini ähneln mit ihrem hohen Wassergehalt und dem geringen Energiewert von etwa 18 kcal pro 100 g der Gurke. Gesundheitlich wertvoll ist sie jedoch durch ihren etwa doppelt so hohen Gehalt an pflanzlichem Eiweiß, Calcium und Vitamin C sowie dem Reichtum an Vitamin B und E, Kalium, Magnesium und Eisen. Zudem besitzen Zucchini neben dem antioxidativ wirkenden Retinol auch zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe, die einen positiven Effekt auf die Gesundheit haben.

Je kleiner, desto feiner

Saisongerecht und regional angebaut, sind Zucchini von Anfang Juli bis Ende September erhältlich. Zucchini aus anderen anderen Herkunftsländern sind im Handel ganzjährig verfügbar. Beim Einkauf sollte auf den vorhandenen Stielansatz geachtet werden. Das Gemüse muss druckfest und trocken, aber keinesfalls welk sein, wobei die dünne Schale mit kraftvoller glänzender Farbe besticht und keine tiefen Risse oder Flecken aufweisen darf. Faustregel ist: Je kleiner die Zucchini, desto aromatischer. Den zartesten Geschmack bieten Früchte mit einer Größe von etwa 15 bis 20 cm.

Zucchini können aber müssen nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden. Werden sie zu kühl gelagert, können sie leicht bitter und weich werden. Ideal ist eine Lagerung im Dunkeln bei 10-15°C. So sind sie bis zu 2 Wochen lang haltbar.

Wissenswertes für Gartenfreunde

Vorsicht bei bitter schmeckenden Zucchini. Es kann sich das Gift Cucurbitacin gebildet haben, das mitunter zu Durchfall und Erbrechen führen kann. Die Bitterstoffe wurden in den im Handel erhältlichen Zucchini weitgehend herausgezüchtet. Im eigenen Garten jedoch kann etwa das Pflanzen in der Nähe von Zierkürbissen zu Rückkreuzungen führen, wodurch die Bitterstoffe wieder ins Gemüse gelangen.

Lecker von der Blüte bis zur Frucht

Nachdem die Zucchini gewaschen und vom Stielansatz befreit wurde, kann sie nach Belieben zubereitet werden. Die Schale kann im Ganzen verzehrt werden und sollte lediglich bei älteren und größeren Früchten zusammen mit den Kernen entfernt werden, da beide dann hart sein können. Zum Würzen eignen sich beispielsweise Basilikum, Thymian, Liebstöckel und Knoblauch.

Eine besondere Delikatesse sind die gelblich-weißen Zucchiniblüten, die vor allem im Sommer angeboten werden. Diese sind nicht nur ein toller Blickfang, sondern lassen sich frittiert, gebraten, gebacken oder gefüllt auch schmackhaft zubereiten. Hierzu sollten Stiel, Kelch und Staubblätter entfernt und die Blüten vorsichtig mit einem feuchten Tuch gesäubert werden.

Probieren Sie doch gleich unser leckeres Rezept aus: Zucchini mit Käse-Brot-Füllung.

Quellen:
Biggs, M.: Gemüse. Arten von A-Z. 2000
Ingram, C.: Gemüseküche. 2008
Lehari, G.: Ulmers Großes Obst & Gemüse Buch.2002
Mayer, J.: Obst & Gemüse. 2010
Stein, S.: Gemüse. Die besten Arten und Sorten für den Hausgarten. 2007
Whittingham, J.: Gemüse selbst anbauen. 2008

Autor: Kati Voss
Bildautorin: Frederike Wöhrlin

Wo 06/17

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